Werbung auf Internetseiten

Einleitung

Nach all der Mühe, die man sich mit der Gestaltung einer Seite gemacht hat kommt nun die Frage, ob man mit den Seiten auch irgendwie Geld verdienen kann. Bereits seit Jahren sind gehört die Überflutung des Internets mit Werbung zur leidigen Nebenerscheinung. Die Massive Werbeflut lässt die Vermutung aufkommen, man könne mit den Werbeeinblendungen richtig Geld verdienen. Doch soviel schon vorab: Wer nicht mindestens 1000 Seitenaufrufe am Tag hat, wird sich durch die Einnahmen nicht einmal einen Kinobesuch pro Woche finanzieren können.

In diesem Beitrag wird alles Wissenswerte über Werbung auf Internetseiten, damit verbundene Verdienstmöglichkeiten und Techniken aufgezeigt.

Inhalt

Wieviel verdient man durch Werbung?

Die Werbeeinnahmen variieren stark und sind abhängig von verschiedenen Parametern:

  • Werbeprogramm
  • Werbemethode
  • Wochentag/Monat
  • Seiteninhalt
  • Werbeinhalt

Für themenbezogene Werbung mit der Pay-per-Click Methode kann ein sogenannter Click-Through von 1-6% erzielt werden. In der Regel liegt der Wert allerdings bei nicht mehr als 1,5%. Erhält man nun für jeden Klick ca. 0,05 US$, so errechnet sich für einen Tag mit 1.000 Seitenaufrufen (1.000 * 1,5% * 0,05 US$) eine mögliche Einnahme von 0,75 US$. Beachtet man nun noch, dass der Dollar dem Euro gegenüber in der Regel eher schwächer gegenüber steht, so entspricht der Wert etwa 0,60 €. Die üblichen Werbeprogramme sehen eine Auszahlung an den Teilnehmer bei erreichen einer Grenze von 100 US$ vor.

Vor der Weihnachtszeit kann mit einer deutlichen Zunahme der Werbeeinnahmen gerechnet werden, da hier zum einen die Werbetreibenden ihr Budget erhöhen um möglichst viele Kunden zu gewinnen und zum anderen auch viel mehr User im Netz klicken und eher geneigt sind Waren zu kaufen und damit auf Werbebanner zu klicken.

Der Inhalt der Seite ist ebenfalls für den Umsatz relevant. So sind einige Themen weniger Lukrativ als andere. Das wahrscheinlich größte Geschäft wird mit Erotikinhalten und damit entsprechender Werbung verursacht.

Welche Werbeprogramme gibt es?

Themenbezogene Werbung

Das bekannteste Programm ist sicherlich von Google AdSense. Hierbei wird der Seiteninhalt von Google analysiert und je nach darin enthaltenen Stichworten kommen dann sogenannte themenbezogene Werbebanner oder -texte zum Einsatz. Diese Methode ist sehr effektiv, da sie den Besucher der Seite mit Inhalten lockt, die ihn sicherlich sehr ansprechen. Dieses Verfahren wird auch von anderen Anbietern im Netz angeboten. So hat zwischenzeitlich auch Amazon ein entsprechendes Programm ins Leben gerufen über das zum Content passende Medien (Bücher, CDs und DVDs oder Spiele) angeboten werden.

Eine sehr neue Methode geht sogar schon so weit, dass die relevanten Stichworte im Text automatisch als speziell markierter Link hervorgehoben werden. Bei einem Klick auf einen solchen Link landet der Besucher der Seite auf der Informationsseite des Werbenden. Diese Angebote sind im Augenblick aber nur für Seiten mit mehr als 100.000 Seitenaufrufen im Monat verfügbar.

Themenbezogene Werbung wird derzeit nach dem Pay-per-Click Verfahren abgerechnet.

Statische Werbung (Affiliate)

Hierbei handelt es sich um die älteste Form der Werbung. Der Seitenbetreiber bindet hier Banner oder Textwerbung auf seiner Seite ein und entscheidet selber, welche Inhalte er hier verknüpft. Dies ist mit viel Aufwand verbunden wenn die Zahl der Seiten recht groß ist und bedarf auch regelmäßiger Anpassung, wenn der Werbende seine Kampagnen ändert. Díe Einnahmevarianten reichen hier von (selten) Pay-per-Click bis (häufig) Lead.

Wie optimiert man seine Werbeeinnahmen?

Die Werbeeinnahmen zu vergrößern ist sicherlich das Ziel der meisten, die Werbung auf ihren Internetseiten einsetzen. Dabei haben sich verschiedene Methoden als wirkungsvoll herausgestellt um den Surfer zum Klick auf einen Werbeträger zu bewegen. Insgesamt jedoch ist der Mensch anpassungsfähig und gewöhnt sich so auch an Werbung. Vielfach wird der Werbebanner nicht mehr registriert oder durch technische Maßnahmen ausgeblendet. Damit ist ein wechselnder Einsatz der Werbemittel hilfreich.

Platzierung der Werbung

Die Lokation der Werbung ist von entscheidender Bedeutung. Es gibt von den Werbeprogramm-Anbietern erstellte Heat-Maps, die zeigen, wo eine Werbung auf einer Seite am besten aufgehoben ist. Dabei ist das Ergebnis der Heat-Map eigentlich klar: Werbung ist am besten dort, wo der Surfer Seiteninhalte oder Menus erwartet, also in der Seitenmitte und links, bzw. oben unterhalb des Seitenkopfes.

Attraktivität der Seite

Eine Seite, die optisch und inhaltlich ansprechend ist, lädt zum längeren Verweilen ein und erhöht damit die Chance, dass ein Surfer sich auch die Werbung ansieht. Hier kann zuviel Werbung aber auch kontraproduktiv sein. Zu viele Banner und blinkende Elemente stoßen ab und führen dazu, dass der Besucher das Weite über den Zurück- oder Schließen-Button sucht. Weniger ist hier also oft mehr.

Die Erhöhung der realen Zahl der Seitenbesucher ist letztendlich auch eine Möglichkeit den Umsatz zu steigern.

Integration der Werbung

Viele Anbieter ermöglichen die Werbung an das Look-and-feel der Seite anzupassen. Wählt man die gleiche Schriftart, -farbe, etc. wie der Hauptteil der Seite, so fällt die Werbung nicht mehr als Werbung auf und wird eher angeklickt.

Seiteninhalt

Der Inhalt der Seite ist zum einen dafür verantwortlich, welche Besucher auf die Seite kommen und zu anderen, welche Werbung bei themenbezogenen Anzeigen geschaltet wird. Auf einer Seite mit Inhalten zu Autos werden Auto-Interessenten gelangen und auf die Auto-relevanten Anzeigen klicken.

Was muss man bei der Schaltung von Werbung beachten?

Werbung ist ein professionelles Geschäft und in der Regel - auch wenn es hier im einzelnen nur um wenige Cents zu gehen scheint - geht es um viel Geld. Dementsprechend empfindlich reagieren auch die Werbenden und Anbieter von Werbeprogrammen auf potenzielle Betrügereien, denn der Betrug liegt in verschiedenen Formen sehr nah.

Auf der einen Seite kann derjenige, der Werbebanner im Cost-per-Click Verfahren auf seiner Seite schaltet durch Klicks auf diese Banner sich vermeintlich Geld in die eigene Tasche erwirtschaften. Doch vorsicht, denn diese Form des Betrugs fällt duch IP Adressüberprüfung rasch auf und wird zügig geahndet und am Ende erhält der Seitenbetreiber keinen Cent und fliegt gegebenenfalls auch aus dem Programm.

Eine andere Form des Betrugs stellt das Wegklicken dar. Hierbei klicken Konkurrenten des Werbetreibenden auf dessen Anzeigen in der Hoffnung, dass auf diesem Wege das Werbebudget für den Tag rasch erschöpft ist und die Anzeigen somit nicht mehr erscheinen. Für denjenigen, der die Anzeigen auf seiner Seite darstellt ist dies vermeintlich nicht kritisch, doch auch hier kann es sein, dass der Programmanbieter diese sogenannten ungültigen Klicks identifiziert und dann eine ungerechtfertigte Abmahnung versendet. Um also nicht aus einem solchen Grund aus dem Programm geworfen zu werden und dann keine Einnahmen mehr aus dieser Quelle zu erzielen, sollten - wenn denn schon der Programmanbieter dies nicht tut - geeignete Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

Doch wie kann man sich vor Klickbetrügern schützen? Im Falle von Google Adsense Anzeigen kann ein kostenloses Tool in die eigenen Seiten eingebunden werden, welches parallel zu Google die Klicks registriert und auswertet. Hiermit hat man auf der einen Seite eine eigene Überprüfungsmöglichkeit des Partnerprogramms, zum anderen registriert das Tool mehrfache Klicks von ein und demselben User und kann diese nach Erreichen eines Schwellwertes abblocken. Nach Installation dieser Software konnten über 10% der Klicks als fragwürdig identifiziert und gesperrt werden.

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